Meditative Orgelmusik in den Sommerwochen in Vierzehnheiligen

Während der Sommerwochen laden wir Sie freitags 17:00 Uhr herzlich ein Inne zu halten und die Orgelmusik auf sich wirken zu lassen.

 

1. Bach und seine Schüler (Freitag, 17. Juli 2020)

Johann Sebastian Bach war nicht nur Komponist und Instrumentalist, sondern auch Lehrer. Insbesondere als Thomaskantor gehörte Unterrichten zu seinen Aufgaben, nicht immer zur Freude des Meisters. Einige seiner Schüler sind ebenfalls in die Annalen der Musikgeschichte eingegangen. Nicht nur seine Söhne wurden tüchtige Musiker, nachdem sie die Bachsche Studierstube verlassen haben. Auch ist es Bachs Schülern zu verdanken, dass durch ihre Abschriften viele seiner Werke der Nachwelt erhalten blieben.

 

2. Vive la France – Es lebe Frankreich (Freitag, 24. Juli 2020)

Ein wichtiger und gern gehörter Teil der Orgelliteratur ist die Musik französischer Komponisten. Französische Barockmusik hat ihren eigenen Stil und die Romantik war in Frankreich eine umfangreiche und fruchtbare Epoche in der Orgelmusik, die gleichberechtigt neben dem Werk der deutschen Kollegen steht. Auch im Orgelbau wurde in Frankreich großartiges geleistet.

 

3. Beethoven (Freitag, 31. Juli 2020)

Der große Jubilar dieses Jahres ist Ludwig van Beethoven. Jeder von uns kennt eine Melodie oder ein musikalisches Motiv, das Beethoven erfunden hat. Für Orgel hat er kaum etwas komponiert. Dabei war es gerade die Orgel, die dem Komponisten in seinen jungen Jahren zu Lohn und Brot verhalf. Mit dreizehn erhielt er eine Anstellung als Hoforganist in seiner Heimatstadt Bonn und in Wien war er Schüler des Hoforganisten Johann Georg Albrechtsberger.

 

4. Klassik trifft Jazz (Freitag, 7. August 2020)

Der Jazz ist etwa gegen 1900 entstanden. Zu Lebzeiten Mozarts war diese musikalische Stilart noch unbekannt. Heute dagegen hören wir überwiegend Musik, die vom Jazz beeinflusst wurde. Doch wie hätten die Werke von Händel und Purcell geklungen, hätte es ihn damals schon gegeben und wenn Telemann und Bach statt im „Zimmermannschen Kaffeehaus“ in einer Leipziger Jazz-Kneipe konzertiert hätten?

 

5. Stylus phantasticus (Freitag, 14. August 2020)

„Stylus phantasticus“ ist eine Kompositionsweise, die sich nicht an formale Vorschriften hält, sondern freie und ungewöhnliche Klangfortschreitungen und spontan klingende musikalische Einfälle aufweist, in der Art einer aufgeschriebenen Improvisation. Insbesondere die Norddeutschen Meister des Orgelbarock haben in dieser Ausdruckform musiziert und Meisterwerke hinterlassen.

 

6. Die runden Gedenktage (Freitag, 21. August 2020)

„Runde“ Geburts- und Sterbetage von Persönlichkeiten sind geeignete Anlässe, sich dieser Menschen zu erinnern. Handelt es sich um Musiker werden ihre Werke bevorzugt auf Spielpläne gesetzt und die Kulturredakteure unserer Tageszeitungen widmen ihnen Artikel. 2020 ist ein Jahr mit vielen solcher Gedenktage.

 

7. Andreas Willscher zum 65. (Freitag, 28. August 2020)

Andreas Willscher ist ein vielseitiger Komponist. 1955 wurde er in Hamburg geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Günter Friedrichs (Komposition) und Ernst-Ulrich von Kameke (Orgel); seit 1971 Organist der Hamburger Konventskirche St. Franziskus. Er schrieb zahlreiche Miniaturen, die hervorragend auf unserer kleinen Orgel klingen.

 

8. Johann Pachelbel (Freitag, 4. September 2020)

Der Großmeister der Mitteldeutschen Orgelmusik, wurde am 1. September 1653 getauft. Als er 1706 starb, wurde gerade unsere Orgel gebaut. Viele seiner Werke eignen sich besonders für unsere kleine einmanualige Orgel.

 

9. Die wohltemperierte Orgel (Freitag, 11. September 2020)

 Als "Wohltemperiertes Klavier" wird eine Sammlung von Präludien und Fugen für ein Tasteninstrument von Johann Sebastian Bach bezeichnet. Er hat zwei Teile geschrieben. Jeder Teil enthält 24 Satzpaare aus je einem Präludium und einer Fuge in allen Dur- und Moll-Tonarten, chromatisch aufsteigend angeordnet sind. Das Werk wurde zu einem Meilenstein der europäischen Musikgeschichte und ist im Gegensatz zu anderen Kompositionen Bachs nach seinem Tode nicht in Vergessenheit geraten. Wolfgang Amadeus Mozart kannte und schätzte es und Ludwig van Beethoven spielte häufig daraus.

 

10. Die festliche Orgel (Freitag, 18. September)

Die Orgel kann viele musikalische Stimmungen erzeugen. Melancholie und Trauer gehören dazu aber auch Festlichkeit. Dem Zauber einer im vollen Werk gespielten Orgel mit den silbrigen majestätischen Klängen kann sich niemand entziehen. Vielleicht hat Mozart die Orgel deshalb als „Königin unter den Instrumenten“ bezeichnet? Diesmal mit dabei die Sopranistinnen Lucy Germerodt und Patricia Reinsch.