Nerkewitz


Aktuelle Informationen

Hier sollen künftig Veranstaltungen in der Gemeinde aufgeführt werden

Gottesdienste

Aufgrund der Corona-Pandemie findet der sonntägliche Gottesdienst für unserem Kirchengemeindeverband vorerst bis zum 31. August 2020 jeden Sonntag, 10.00 Uhr in der Kirche in Vierzehnheiligen statt!

 

In der Regel: monatlich bzw. alle zwei Monate um 10:30 Uhr am zweiten Sonntag im Monat

 

Immer die aktuellen Termine >>> hier

 

Offene Kirche (vorerst): 10:00 - 18:00 Uhr (am Wochenende)

Gemeinde und Kontakt

Kirchenvorstand: Erhard Döpel, Karla Körbs

Ev.-luth. Pfarramt Altengönna

Telefon: 036425 / 22271

E-Mail: kgv-vierzehnheiligen@kirchenkreis-jena.de

Bilder


Lage



Geschichte der Kirche

An der Kirche in Nerkewitz wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach gebaut. Der gotische Chorturm wurde vermutlich um die Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes (1044) als Wehrturm errichtet.

 

Das Kirchenschiff wurde im 16. Jahrhundert angebaut. Auf dem Bogen über der Tür zur Südempore ist die Jahreszahl 1554 eingemeißelt. Zu dieser Zeit gehörte Nerkewitz zur Komturei Zwätzen des Deutschritterordens.

 

Hiervon zeugt auch ein Grabstein des Deutschritters Johannes Schmalz an der Stufe zum Chorraum aus dem Jahre 1562. Die heutige barocke Gestalt erhielt die Kirche nach ihrem letzten Umbau um 1720. 

 

Restaurierung

Im Zeitraum von 1984 bis 1986 wurde der gesamte Kirchenraums restauriert. Dabei wurden auch die vormals übermalten Wandmalereien freigelegt und restauriert. Aufgrund eines Befalls mit dem Hausbock musste im Jahr 2011 der Dachstuhl des Kirchturms teilweise erneuert werden. Im Jahre 2019 wurde wegen starken Anobienbefalls (bekannt als Holzwurm) am Kanzelaltar eine Begasung des Kircheninnenraumes durchgeführt. Im gleichen Jahr wurden die Dachgauben saniert. Als nächste dringliche Maßnahme ist die Sanierung des äußeren Aufgangs geplant.

Erhard Döpel

Innenausstattung

Ein Kleinod der Nerkewitzer Kirche sind die figürlichen mittelalterlichen Wandmalereien im Chorraum. Sie entstanden wahrscheinlich an der Wende vom 14. auf das 15. Jahrhundert. Für die damals des Lesens unkundigen Gottesdienstbesucher schufen sie an der Ostwand den liturgischen Rahmen für das Messgeschehen am Altar.

 

Ganz oben eine Darstellung des Weltgerichtes: Christus mit dem Richtschwert im Mund, umrahmt von Posaune blasenden Engeln. An der Nordwand werden in mehreren übereinander liegenden Registern das Leben und die Leiden Christi illustriert. In der teilweise verblassten Malerei sind u. a. das letzte Abendmahl, der Judaskuss und der Tod des Judas noch gut zu erkennen. In der Spitze der Südwand wird der Namenspatron der Kirche, der heilige Georg, im Kampf mit dem Drachen bei der Rettung der Königstochter dargestellt. Im Register darunter erkennt man die fünf törichten Jungfrauen. Durch das in die Südwand nachträglich eingebrachte Fenster wurde die Darstellung der klugen Jungfrauen zerstört (Erläuterungen zur Seccomalerei, TLDA Erfurt).

 

Zur barocken Innenausstattung des Kirchenraumes gehört der Kanzelaltar des Neuengönnaer Zimmermanns Zacharias Richter aus dem Jahre 1721. Unter dem oberen Gesims befindet sich die kuriose Inschrift "Zu dieser Cantzel hat die Gemeinde Nerkewitz 40 Florin (Goldgulden) hinterleget". Die Orgel wurde im Jahr 1776 wahrscheinlich vom Orgelbaumeister Johann Georg Molau aus Großbrembach errichtet.