Neuengönna / Porstendorf


Aktuelle Informationen

 

Hier sollen künftig Veranstaltungen in der Gemeinde aufgeführt werden.

Gottesdienste und offene Kirche

Aufgrund der Corona-Pandemie findet der sonntägliche Gottesdienst für unserem Kirchengemeindeverband bis auf Weiteres jeden Sonntag, 10.00 Uhr in der Kirche in Vierzehnheiligen statt!

 

In der Regel: alle zwei Monate um 9:00 Uhr am vierten Sonntag im Monat in der Kirche in Neuengönna

(in Porstendorf gibt es keine Kirche)

 

Immer die aktuellen Termine >>> hier

 

Offene Kirche: bitte bei Anett Krehl (GKR) melden: 036427 / 207155

Gemeinde und Kontakt

Kirchenvorstand: Anett Krehl

Ev.-luth. Pfarramt Altengönna

Telefon: 036425 / 22271

E-Mail: kgv-vierzehnheiligen@kirchenkreis-jena.de

Historie

Die Kirche in Neuengönna wurde im Jahre 1432 im gotischen Stil erbaut (Urkunde Kloster Pforta). Durch die neue Kirche mussten die Bürger von Neuengönna nicht mehr wie bisher über den Meßweg nach Porstendorf zur Kirche (Nickels Kirchhof) gehen. Um 1722 wurde die Kirche umgebaut, sie erhielt ein Mansarddach und einen großen Dachturm. Die Familie von Wurmb, die 1694 das Rittergut in Porstendorf kaufte, hatte die kleine Gerichtsbarkeit über Neuengönna und Porstendorf und war Patronatsfamilie der Neuengönnaer Kirche. Die Partontsfamilie stiftete sowohl die Bleiverglasung der gotischen Fenster als auch eine Bronzeglocke.

 

Innenausstattung

Der Innenraum erhielt drei Emporen; in der oberen Empore wurde eine Orgel eingebaut. Da diese Orgel nicht mehr standesgemäß war, wurde sie 1774 für 46 Reichstaler nach Hainichen verkauft. Am 5. November 1773 wurde ein Vertrag zwischen dem Orgelbauer Molau aus Großbrembach und der Kirchengemeinde zum Bau einer neuen Orgel vereinbart. Da dieser jedoch am 26. November 1773 verstarb, baute sein Schwiegersohn Christoph Dinger die neue Orgel nach den Plänen Molaus. Die Abnahme erfolgte am 12. Juli 1774. Am oberen Teil der Orgel befindet sich das Siegel der Gemeinde Neuengönna aus dem Jahre 1777.

 

Der Altar wurde im Jahre 1722 von Meister Zacharias Richter aus Neuengönna hergestellt. Der Taufengel, der heute noch benutzt wird, ist wahrscheinlich von der gleichen Hand. In der unteren Empore, mit einem separaten Eingang versehen, ist ein Raum mit einer Bleiverglasung für die Familie von Wurmb reserviert. In der Sakristei befinden sich Schnitzelemente mit Weinlaub und Weintrauben, die an die Zeit des Weinanbaues erinnern. Gegenüber dem Altar befindet sich ein gotischer Schnitzaltar (Marienaltar), der an der Saalfelder Schnitzschule hergestellt und von der Kirche Golmsdorf abgekauft worden war; wahrscheinlich ebenfalls mit Unterstützung der Familie von Wurmb.

 

Die drei Glocken mussten 1917 dem Krieg geopfert werden. Die kleinste Glocke wurde von der Familie von Wurmb nach Porstendorf geholt, wo sie bis 1945 als Mittagsglocke diente. Die restlichen Glocken zerschlugen die Konfirmanden und trugen sie stückweise nach unten, um das Material für die Munitionsherstellung einzuschmelzen.

 

Die Inschriften der alten Glocken: Lebende rufe ich - Tote beklage ich - Blitze breche ich.

 

Restaurierung

Im Jahre 1922 wurden drei neue Stahlglocken angeschafft, die bis heute ihren Dienst tun. Deren Inschriften lauten: Glocken aus Stahl künden weit und breit Deutschlands harte Prüfungszeit - Waffen wurden das tönende Erz - Kriegsweh brach der Glocken Herz.

Zudem wurde die Kirche um 1970 nach altem Vorbild neu angemalt. Inzwischen ist auch die Orgel sanierungsbedürftig. Durch mehrere Konzerte sind etwa 10.000 € gesammelt worden

Photos von der Kirche


Lage